Wie du deinen Traumjob im Hundebereich findest

Willst du schon ewig mit Hunden arbeiten? Du weisst nur nicht, wie beginnen und was genau du werden möchtest?

Die allererste und wichtigste Frage noch bevor der Businessplanung ist: Welcher „Job“ passt zu dir? Und wieso willst du mit Hunden arbeiten? 

Viele Menschen denken automatisch zuerst an den Beruf des Hundetrainers/der Hundetrainerin.
Doch gibt es eine Menge anderer Berufe, welche vielleicht besser zu dir passen.

Dogwalker/Dogwalkerin
Viele Berufstätige, welche während der Mittagszeit ihren Hund nicht spazieren gehen führen können sind auf DogwalkerInnen angewiesen. Falls du Hunde gerne nur tagsüber ausführen möchtest und über keine eigenen Räumlichkeiten verfügst, in denen du Hunde auch über mehrere Tage betreuen kannst, ist der Job des Dogwalkers ideal für dich. Du kannst auch einen Einstieg als DogwalkerIn machen, und mit der Zeit auch vermehrt Hunde in Urlaubsbetreuung aufnehmen. Um 1-2 Hunde auszuführen brauchst du meist keine spezielle Ausbildung. Erkundige dich aber, wie dies in deiner Stadt aussieht. Ein weiterer Vorteil des Dogwalkers ist, dass du nicht unbedingt ein Auto brauchst. Du kannst mit deinem Fahrrad oder ÖV zum auszuführenden Hund fahren und kannst von dort aus mit ihm Gassi gehen. Es gibt verschiedene Plattformen, auf denen du deine Dienste als DogwalkerIn anbieten kannst. 

Dogsitter/Dogsitterin
Hast du die passenden Räumlichkeiten Hunde bei dir zuhause aufzunehmen? Sobald du Hunde in einem gewerblichem Ausmass Hunde betreust, brauchst du wahrscheinlich eine Ausbildung. Erkundige dich also gut, welche Kriterien du erfüllen musst, um eine allenfalls nötige Bewilligung zu erhalten. 

Tier-Kinesiologe/Tier-Kinesiologin
Tier-Kinesiologen beraten Tierhalter und helfen durch verschiedene alternative Heilmethoden die Gesundheit der Tiere wieder herzustellen. Tier-Kinesiologen arbeiten zum Beispiel mit den kinesiologischen Muskeltests um herauszufinden, welche Mittel helfen das Tier zu heilen. So verwenden Tier-Kinesiologen zum Beispiel Bachblüten oder auch Schüsslersalze und Homöopathie.

Hundetrainer/Hundetrainerin
Du liebst nicht nur Hunde, sondern auch den Umgang mit Menschen? Als HundetrainerIn brauchst du ein extremes Gespür für beide Enden der Leine! Du musst vor allem mit den Menschen arbeiten. Gute HundetrainerInnen können sehr verständlich erklären und sind flexibel in ihrem Denken. Überlege dir, ob du dich auf eine spezielle Richtung spezialisieren möchtest? Willst du am liebsten eine „normale“ Hundeschule leiten, in der du Gruppenkurse anbietest? Oder willst du lieber mit einem Team arbeiten und eher Verhaltensberatung im Einzelcoaching anbieten? Du kannst dich auch auf Hundesport fokussieren. Es lohnt sich auf jeden Fall die verschiedenen angebotenen Ausbildung gut zu vergleichen, um bestmöglichst davon profitieren zu können. 

Tellington-TTouch-Practitioner
Die Tellington-TTouch® Methode ist aus meiner Sicht eine grossartige Art um Tieren und auch deren Menschen weiterzuhelfen. Die verschiedenen Elemente der Methode helfen sowohl Mensch als auch Tier, ein emotionales, körperliches und geistiges Gleichgewicht zu fördern.

Hunde-Ernährungsberater/Ernährungsberaterin
Falls du dich für das Thema Ernährung schon immer interessiert hast, kann der Job des Hunde-Ernährungsberatenden passend für dich sein. Du kannst dich extrem aus- und weiterbilden in diesem Bereich. Und ein tolles Angebot erarbeiten um Hundehaltenden zu helfen, ihre Hunde ausgewogen zu ernähren.

Hundephysiotherapeut/Physiotherapeutin – Hundeosteopath/Osteopathin
Wie für Menschen, gibt es auch für Hunde Physiotherapeuten und Osteopathen, welche zum Beispiel nach einer Verletzung helfen Muskeln aufzubauen und am Bewegungsapparat des Hundes arbeiten.

Hunde-Friseur/Friseurin
Du liebst es Hunde zu pflegen und bist einfühlsam? Hunde mit viel Unterwolle oder auch solche, die nicht haaren sind auf einen Termin beim Hunde-Friseur/Friseurin angewiesen. Nach der Ausbildung besteht für dich die Möglichkeit in einem Hunde-Salon zu arbeiten oder deinen eigenen zu eröffnen.

Shopbesitzer/Besitzerin
Hundehaltende lieben es ihren Hund zu verwöhnen. Egal ob Leckerlie, Napf, Leine, Geschirr oder Körbchen. Die meisten Hundehaltenden lieben es für ihren Hund shoppen zu gehen. Sei dies in einem echten realen Laden oder in einem Online-Shop. Durch ein originelles Angebot kannst du dich von der Konkurrenz abheben und viele Menschen und Hunde durch dein Sortiment beglücken.

Kombinationen!
Selbstverständlich kannst du auch verschiedene dieser Jobs miteinander kombinieren!
Sei kreativ. Der nächste Schritt ist dann eine Businessplanung (bald gibt es mehr dazu).

4 F- Stress- und Angstreaktionen leicht erklärt

Die 4F

Freeze (Erstarren)

Fiddle (Herumalbern und soziale Interaktion)

Fight (Kampf)

Flight (Flucht)

Hunde reagieren, ebenso wie wir Menschen auf Gefahren durch steigende Erregung um auf den Gefahrenreiz bestmöglich reagieren zu können.

Extrembeispiel: Ein Bär, der vor uns steht. Kein gesundes Lebewesen würde innerlich entspannt bleiben. Im Körper finden in solchen Gefahrensituationen Stressreaktionen statt. Durch die Stressreaktionen entscheidet sich ein Mechanismus für eine der 4 F-Strategien, es kann aber anschliessend auch zwischen den Strategien gewechselt werden.

FREEZE/Einfrieren ist eine Möglichkeit, wie ein Hund in einer Gefahrensituation reagieren kann. Viele Menschen erkennen das Einfrieren nicht oder stufen dies nicht als Stressreaktion ein. Innerlich ist ein solcher Hund aber sehr gestresst und kann plötzlich ein anderes F, z.B. den Kampf wählen

FIDDLE /herumalbern wäre eine andere, für viele Menschen unpassende Strategie.

Doch ein Hund, der herumalbert versucht seinen inneren Konflikt dadurch abzubauen um wieder sein inneres Gleichgewicht zu finden. Fiddle können auch in die Kategorie der Übersprungshandlungen gehören oder zur Beschwichtigung dienen.

 FIGHT/Kampf ist eine weitere Möglichkeit auf Gefahren zu reagieren.
Durch einen Kampf wird viel Energie verbraucht und deswegen ist es von Vorteil für einen Organismus, nur in absoluten Notfällen einen Kampf zu beginnen.

FLIGHT/Flucht stellt eine andere Strategie dar, um in einer Notsituation überleben zu können.  Für uns Menschen ist dies ein klar ersichtliches aber schwer handelbares F.

Z.B. ein Hund der sich durch einen Knaller erschrickt und dann versucht durch Flucht diesem Reiz zu entkommen.

Erregungslevel

In stressigen Situationen steigt die Erregung. Doch nicht immer muss es soweit kommen, dass sich ein Hund zwischen diesen 4F entscheiden muss. (Diese Entscheidung fällt der Hund aber nicht bewusst, vielmehr fällt der Hund in einen Überlebensmodus). Es gibt Zeichen in der Körpersprache, an denen ein Hundehalter erkennen kann, dass die Erregung seines Hundes steigt. Generell hilft es dem Hundehalter zu wissen, wie sein Hund in einem entspannten Zustand aussieht. So kann er vergleichen, ob der Hund draussen auf dem Spaziergang plötzlich heftiger hechelt, die Ohren anders hält, ob die Augen starrer werden oder der Hund mehr an der Leine zieht. Durch einen Anstieg der Erregung entstehen diese möglichen Verhaltensänderungen. Weitere erste Anzeichen auf steigende Erregung: Sich kratzen, Licking Intention(sich über die Lippen lecken), schütteln, gähnen.

Heftigerere Reaktion sind dann z.B. Winseln, Knurren und/oder Bellen.

Angst – Unsicherheit oder Furcht

Im Schweizerdeutschen wird der Unterschied zwischen diesen Begriffen eher weniger gemacht. Doch in der Wissenschaft werden diese Begriffe genauer differenziert.

Angst

Ein Gefühl der Besorgnis, ein Hund, der eine Bedrohung erwartet, jedoch ohne ersichtlichen Grund. Z.B. ein Hund aus dem Tierschutz, der früher schlechte Erfahrungen gemacht hat und nun draussen immer noch, auch ohne ersichtlichen Grund ängstlich reagiert.

Furcht

Die Furcht unterscheidet sich zur Angst dadurch, dass diese gerichtet ist. Dies bedeutet, dass sich ein Hund VOR etwas spezifischem fürchtet. Der Hund fürchtet die tatsächliche Gegenwart von fremden Menschen, der Hund fürchtet sich vor Autos.

Angstphase während Pubertät

Viele Hunde durchlaufen während ihrer Pubertät eine Angstphase. Plötzlich haben die Hunde mit Dingen Probleme, die sie vor der Pubertät schon gekannt haben und noch kein Problem damit hatten.