Was ist denn bitte Herzkohärenz?

Nach dem Lesen des Textes kennst du den Begriff Herzkohärenz, weisst mehr über Stressregulation und kannst hoffentlich auch selber besser deinen Stress regulieren

Quelle: http://www.herzkohaerenz.de/images/aerger_frust_hf.jpg

Unser Herz schlägt und hat dabei jeweils nicht immer die gleiche Frequenz. So hat ein gesunder Mensch einen Ruhepuls zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute.

Falls sich dein Herz nicht an die Situation anpassen würde, wäre dies fatal. In einer stressigen Situation wird dein Herz nämlich schneller pumpen, um dein Überleben zu gewähren. (Bei sehr alten Menschen, passt sich die Herzfrequenz nur noch schlecht an. Dies ist wiederum ein Zeichen dafür, dass der Mensch kurz vor dem Sterben ist.)
Und da sich die Frequenz, in der dein Herz schlägt, anpasst, entsteht eine so genannte HerzRatenVariabilität (abgekürzt oft HRV). Die Herzratenvariabilität ist die Grundlage für die Herzkohärenz. Solange dein Herz in einem ungefähr gleichmässigen und harmonischen Abstand schlägt, empfindest du wenig bis gar keinen Stress. Alles ist gut. Falls nun aber irgendwo eine Gefahr droht, wird dein Herz schneller schlagen, dein Puls steigt und die Herzratenvariabilität wird zu einem unharmonischen Herzrhythmus führen.

Was bedeutet ein harmonischer oder unharmonischer Herzrhythmus?

Das Herz sendet dem Hirn andauernd Informationen und auch umgekehrt, schickt das Gehirn dem Herz Informationen. Solange du in einem harmonischen Herzrhythmus bist und dein Puls nicht allzu hoch ist, sendet dein Herz dem Gehirn die Information, dass alles in Ordnung ist. Wenn dein Herzrhythmus aber unharmonisch wird, sendet das Herz dem Gehirn die Information, dass es ums Überleben geht und nun keine Zeit ist, miteinander zu kommunizieren.

Quelle: http://blog.heartmathdeutschland.de/tag/herzratenvariabilitaet/

Parasympathikus und Sympathikus

Nun kommt das Spannende an der ganzen Sache!
In unserem Körper gibt es zwei Stress-Achsen (Sapolsky, 2004). Der Sympathikus wirkt erregend und hilft während anspruchsvollen Situationen ausreichend Energie in den wichtigsten Organen zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel steigen Puls und Blutdruck, ausserdem erhöht sich die Atemfrequenz. Wenn der Sympathikus aktiviert ist, wird Verdauung und Lust auf Fortpflanzung unterdrückt. Im Gegensatz dazu wird bei Entspannung der Parasympathikus aktiviert. Dieser verlangsamt die Herzfrequenz, führt zu vermehrter Darmbewegung und Sekretion von Verdauungssäften. Sympathikus und Parasympathikus sind Gegenspieler, welche in einem ständigen gegenseitigen Wechselspiel sind, um unseren Körper in einem optimalen körperlichen Gleichgewicht, der sogenannten Homöostase zu halten.

Quelle: https://xreferat.com/31/363-1-adrenalin.html

Wir haben zum Glück die Möglichkeit den Sympathikus und Parasympathikus teilweise selber zu regulieren. Diese Selbstregulation gelingt wahrscheinlich am einfachsten über das Regulieren des Atems oder auch über einen Hearthug.

Quelle: http://www.melissengeist.de/das-vegetative-nervensystem/sympathikus-und-parasympathikus.html

Hearthug

Herz und Hirn in Harmonie

Herzkohärenz bedeutet einfach gesagt, dass Herz und Hirn in Harmonie miteinander kommunizieren können. Schliesslich kommen einem im Überlebensmodus wahrscheinlich nur wenig kreative Ideen in den Sinn. Unter Stress fällt es viel schwerer Entscheidungen zu treffen. Doch über Herzkohärenzübungen gelingt es, sich wieder selber zu regulieren. Ein kohärenter Rhythmus hängt mit einem allgemeinem Wohlbefinden, einer Verbesserung in kognitiven, sozialen und physischen Leistungen zusammen. (McCraty, Shaffer, Seite 56, Januar 2015, Heart Rate Variabiliy: New Perspectives on Physiological Mechanisms, Assessment of Self-Regulatory Capacity, and Health Risk)

 

Das Herz und sein elektromagnetisches Feld

Quelle: https://www.heartmath.org/articles-of-the-heart/global-interconnectedness/each-individual-impacts-the-field-environment/

Wenn man durch ein Elektrocardiogram das elektrische Feld des Herzen misst und dies mit dem elektrischen Feld des Gehirns vergleicht, weist das Herz ein viel stärkeres elektrisches Feld als das Gehirn vor. Dieses elektrische Feld ist nicht nur messbar, sondern führt auch dazu, dass Emotionen von uns Menschen auf unsere Hunde übertragen werden. Unsere Tiere nehmen diese Informationen ungefiltert auf. So kannst du deinem Hund nur durch Worte nicht vortäuschen, dass du deinen Hund führst oder ihm Sicherheit gibst. Du musst selber bei dir und in Herzkohärenz sein, so dass dein Hund dich als Vorbild wahrnimmt und sich gerne von dir führen lässt.

Links mit mehr Informationen:

heartmathdeutschland.de

Like und teile auf: